International
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2018-07

Erinnerungen fürs Leben
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- 5 Monate an der Huamei International School-



Im Rahmen meines Lehramtsstudiums an der Universität zu Köln bewarb ich mich im letzten Jahr für ein fünfmonatiges Praktikum in China und machte mich dann ein halbes Jahr später, im Februar 2018, ohne jegliche Chinesischkenntnisse auf den Weg ins ferne Asien, um für ein Semester Teil des Deutschteams der Huamei International School zu werden.  


Während ich mich in den ersten Wochen in einer neuen, kulturell völlig verschiedenen, Umgebung zurechtzufinden versuchte, halfen mir die freundlichen und stets hilfsbereiten Mitarbeiter/-innen der Huamei IS, sodass ich mich schnell einleben konnte. Besonders herzlich wurde ich im Deutschkollegium aufgenommen. Zu keinem Zeitpunkt wurde mir der Stempel Praktikantin aufgedrückt, vielmehr war ich ein vollwertiges Mitglied des Teams und hätte mir keine besseren Kolleginnen und Kollegen wünschen können. Dass sich der Kontakt mit ihnen nicht nur auf die Schule beschränkte, sondern sich gleichfalls in der Freizeit fortsetzte, lies Freundschaften entstehen, die hoffentlich auch bei fast 10.000 km Entfernung bestehen bleiben. Alle sind herzliche eingeladen, mich in Deutschland zu besuchen.

  

Im Verlauf meines Praktikums war ich ausschließlich in der Mittelschule tätig, in der es zurzeit jeweils eine Deutschklasse in der siebten und eine in der achten Jahrgangsstufe gibt. Diese wurden so häufig wie möglich entweder gemeinsam von Herrn Huxdorff, Frau Zhang und mir unterrichtet oder leistungsdifferenziert getrennt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schüler/-innen gerecht zu werden. In jedem Fall ermöglichte uns die Doppel- bis Dreifachbesetzung im Unterricht eine individuelle Förderung aller Schüler/-innen, wie sie von der Fremdsprachendidaktik als erstrebenswert bezeichnet wird. Neben der unerlässlichen Vermittlung von deutscher Grammatik kam natürlich auch der kreative und praxisorientierte Anteil im Unterricht nie zu kurz: Rollenspiele, Interviews, Partner- und Gruppengespräche – ein bunter Mix aus Methoden brachte nicht nur den Schüler/-innen viel Spaß im Unterricht, sondern sie gaben auch mir als Lehrerin die Möglichkeit, verschiedene Unterrichtsmethoden zu erproben und zu evaluieren.


Dass der Spracherwerb nicht nur im Klassenzimmer stattfinden muss, stellten wir mit der von Herrn Huxdorff durchgeführten, wöchentlichen Fußballstunde unter Beweis, die neben der Vermittlung des Fachwissens ebenfalls die praktische Umsetzung nie zu kurz kommen ließ. 


Mein persönliches Highlight war der regelmäßig stattfindende Kochkurs, den ich mit meiner chinesischen Kollegin Frau Zhang anleitete. Gemeinsam mit den Schüler/-innen bereiteten wir deutsche Spezialitäten wie Apfelringe und Eierkuchen zu. Hierbei freute mich besonders das große Interesse der Schüler/-innen – einige blieben bis lange nach Unterrichtsende, um immer weiter und weiter zu backen und zu probieren. Die Schüler/-innen in einem anderen Lernumfeld als im Klassenzimmer zu sehen, schaffte nicht nur die Möglichkeit, ihnen die deutsche (Ess-)Kultur näher zu bringen, sondern sie vor allem besser kennen zu lernen


Mein Fazit? Die 5 Monate in China gehören zweifelsohne zu der interessantesten und lehrreichsten Zeit in meinem Leben, die ich kein bisschen bereue und auf die ich mit Sicherheit noch häufig zurückblicken werde. Ich hatte die Möglichkeit, tolle Menschen kennenzulernen, mir einige Kenntnisse in der wohl schwierigsten Sprache der Welt anzueignen und die Vielseitigkeit des Landes zu erleben. Durch die vielen Erfahrungen und Eindrücke konnte ich mich sowohl professionell als auch menschlich weiterentwickeln.

 

Daher möchte ich zum Schluss sagen: DANKE HUAMEI für die großartige Zeit. 




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